Gesetzlicher Mindestlohn ab 2017

  Ab 01.01.2017
Gesetzlicher Mindestlohn 8,84 €

Der Mindestlohn steigt ab 2017 auf 8,84 Euro.

Mindestens 9,00 Euro oder höchstens 8,77 Euro: Das waren Forderungen zur Höhe des Mindestlohns. Nun hat die Mindestlohnkommission die Lohnuntergrenze ab 2017auf 8,84 Euro festgesetzt. Die Hoffnung der Gewerkschaften erfüllt dies nicht, es ist aber mehr als der im Mindestlohngesetz vorgesehene Regelfall.

Dass der Mindestlohn ab 2017 höher sein wird als in den ersten beiden Jahren seit Einführung, das war klar. Auf wie viel Euro die Lohnuntergrenze jedoch ansteigt, war bis zuletzt umstritten. Nun bekommen Arbeitnehmer in Deutschland künftig einen spürbar höheren gesetzlichen Mindestlohn. Dieser steigt Anfang 2017 von derzeit 8,50 Euro auf 8,84 Euro pro Stunde. Mindestlohn orientiert sich am durchschnittlichen tariflichen Stundenlohn

Die Kommission orientierte sich im Kern am Tarifindex, der Steigerung des durchschnittlichen tariflichen Stundenlohns. Die Abschlüsse, die in den eineinhalb Jahren seit Anfang 2015 wirksam wurden, machen ein Plus von 3,2 Prozent aus, womit der Mindestlohn auf exakt 8,77 Euro gestiegen wäre. Das Gremium hatte aber auch eigenen Entscheidungsspielraum. Es gab zudem Vorgaben des Gesetzgebers, die bei einer Erhöhung berücksichtigt werden sollen – etwa dass die Beschäftigung nicht bedroht wird. 

Die Kommission nahm nun auch den jüngsten Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst mit als Basis, der noch nicht durch Auszahlung wirksam geworden ist. Die Gewerkschaften scheiterten aber mit der Forderung, ebenso den jüngsten Tarifabschluss für die Metall- und Elektrobranche zu berücksichtigen. Dann hätte der künftige Mindestlohn bei 8,87 Euro gelegen.

– Alle Angaben ohne Gewähr –

Quelle: Haufe